Im Sommer 2010 entstand „Willkommen bei Steinberg.Gärten. Firmengeschichte(n) im Interview mit Maria Eilers“.
Die Unternehmensleitung und diverse Mitarbeiter erzählen Anfängliches und Unvergessliches, gemeisterte Herausforderungen und Veränderungen, Beflügelndes, Erfolge, Glück und Träume …
Lesen Sie einen kleinen Ausschnitt aus „Willkommen bei Steinberg.Gärten“:
Viola Steinberg fing Anfang der 90-er Jahre mit einem Minijob in der Lohnbuchhaltung bei Steinberg.Gärten an. Inzwischen teilt sie sich seit vielen Jahren mit Ehemann Michael Steinberg die Geschäftsleitung.
Die Anfänge und der Weg bei Steinberg.Gärten? Es fing alles damit an, dass sich durch die älter werdenden Kinder neue Freiräume ergaben, und ich mir die Frage stellte, ob ich nun beruflich etwas Eigenständiges beginne, oder es im Betrieb eine Nische gibt, die ich füllen kann, und über die ich in das Unternehmen hereinkomme. Durch das Vorbild meiner Eltern und Schwiegereltern wusste ich, dass man auch als Ehepaar gut und erfolgreich zusammenarbeiten kann. Das hat mich sicher in meiner Entscheidung beeinflusst. So war es einerseits für mich eine pragmatische Lösung, hier im Betrieb mitzuarbeiten, ich konnte ohne großen zusätzlichen Aufwand berufstätig sein. Andererseits habe ich es auch wertgeschätzt, das Berufliche meines Mannes ein Stück mit ihm teilen zu können. Je älter die Kinder wurden, desto größer wurden meine Freiräume, ich wuchs mehr und mehr in das Unternehmen hinein.[ … ]
1994 hat mein Mann die Firma übernommen. Das war der Zeitpunkt, an dem für mich die Entscheidung gefallen war, in Zukunft keinen eigenen beruflichen Weg einzuschlagen, sondern gemeinsam mit ihm Steinberg.Gärten weiter auszubauen. Damals wussten wir noch nicht, dass wir die Firma nicht nur fortführen, sondern auch ausbauen und umstrukturieren würden. Dabei hat mich die Aussage „Wenn wir nur das tun, was unsere Väter taten, tun wir eben gerade nicht das, was unsere Väter taten!“ immer wieder ermutigt und geleitet. Es kann sehr gut und hilfreich sein, sich an den Vätern zu orientieren, aber manchmal müssen neue Wege beschritten werden. [ … ]
Die Phase der Umstrukturierung ist maßgeblich auch mit meiner Person verbunden. Von der Idee bis zur Umsetzung habe ich diesen Prozess intensiv mitgestaltet und ihm immer wieder neue Impulse gegeben. [ … ] Von der Lohnbuchhaltung kommend, kümmerte ich mich nun um das Personalwesen und Prozesse der Umstrukturierung. Im nächsten Schritt erschloss ich den Bereich Marketing. Unsere „Produkte“ mussten auf dem Markt platziert und bekannt werden. So wurden meine Aufgaben immer vielfältiger und größer. Mein Mann ist der Inhaber, der Chef, aber wir führen inzwischen beide gemeinsam in enger Abstimmung die Geschäfte.
[ … ] Im Nachhinein bin ich glücklich, mich damals dafür entschieden zu haben, nicht beruflich einen eigenständigen Weg, neben Steinberg.Gärten, gegangen zu sein. Das schrittweise sich in das Unternehmen hinein Entwickeln ist erfolgreich verlaufen, Kompetenzen und Verantwortung sind gewachsen. [ … ] Das macht mich glücklich und zufrieden. Und der Erfolg beflügelt mich immer wieder aufs Neue.
In die Zukunft von Steinberg.Gärten gewünscht? Ich hoffe, dass wir mit dem, was uns als Familienunternehmen ausmacht, ein attraktiver Arbeitgeber bleiben und dass wir weiterhin Kunden für unsere Ideen begeistern können. Und ich hoffe, dass wir immer erkennen, was zum jeweiligen Zeitpunkt wichtig oder unwichtig ist. Letzteres empfinde ich als die größte Herausforderung. [ … ]
Manuel Lambrecht arbeitet seit 1978 im Familienunternehmen Steinberg.Gärten mit, viele Jahre noch unter Günter und Ruth Steinberg. Er ist hier, zusammen mit Michael Neubert, der letzte Mitarbeiter aus dem Mitarbeiterteam der ersten Firmengeneration. Zunächst war er in der Gartenpflege tätig, später im Landschaftsbau.
Die Anfänge bei Steinberg.Gärten? Eine kleine Episode ganz am Anfang werde ich nie vergessen: Ende der 70-er Jahre hatte ich volle, lange Haare, wie das in dieser Zeit üblich war. Eines Tages sagte der alte Herr Steinberg zu mir, ich solle meine Haare abschneiden lassen. „Nein!“, sagte ich, „wenn ich meine Haare hier nicht lang tragen kann, gehe ich!“ Meine Haare blieben lang - und später habe ich sie selbst abschneiden lassen!
Früher sah hier alles ein bisschen anders aus. [ … ] Michael Steinberg hat das Unternehmen von seinem Vater übernommen. Ja, er hat die Firma hervorragend weitergeführt. Vielleicht macht er das jetzt seit siebzehn Jahren? [ … ] Ich bin hier als Gartenarbeiter im Bereich Gartenpflege angestellt worden. Unkraut jäten, Rasen mähen, sämtliche Maschinen fahren. Als ich bei Steinberg.Gärten anfing, hatte ich keinen Führerschein. Eine Weile später habe ich ihn gemacht, Günter Steinberg hat die Hälfte bezahlt. [ … ] Nach einer Weile sah der Chef, dass ich mit den Maschinen sehr gut zurechtkam. Er fragte mich eines Tages, ob ich von der Gartenpflege in den Landschaftsgartenbau wechseln wolle. Damit war ich einverstanden, zumal diese Veränderung auch finanziell eine Verbesserung mit sich brachte. Die nächsten siebzehn Jahre habe ich immer mit dem gleichen Kollegen im Team zusammen gearbeitet. [ … ]
Veränderungen und Herausforderungen bei Steinberg.Gärten? Ja, die Einführung unseres Logos war ein denkwürdiger Meilenstein. Jeder sieht, wo man arbeitet. Alle sind einheitlich gekleidet. Die Arbeitskleidung wird gestellt. Schön! In diesen Dingen engagiert sich Frau Steinberg sehr. Das finde ich gut. Früher trug jeder seine eigene Jeans, man hatte keine Zollstocktasche. [ … ] Zu Anfang habe ich noch, mal hier, mal da, mit Michael Steinberg zusammen auf Baustellen geschaufelt. Dann hat er die Firma übernommen. Er wurde unser Chef.
Die Gartenlounge, dieser große Schaugarten, ist unter Michael Steinbergs Regie und mit seiner Leidenschaft entstanden. Perfekt! So eine Anlage erwartet man hier im Stadtteil nicht. Vorher war auf diesem Gelände die Baumschule. [ … ]
Unvergessliche Höhepunkte bei Steinberg.Gärten? Das Highlight ist die Menschlichkeit, die in dieser Firma herrscht. [ … ] Ich arbeite gerne hier, weil meine Arbeit sinnvoll ist und ich hier nette Kollegen habe.
Vor drei Jahren hat Christina Lange, während des Studiums, bei Steinberg.Gärten als Praktikantin begonnen. Nach diesen sechs Monaten hat sie einen Tag pro Woche im Büro mitgearbeitet, Zeichnungen gemacht und sich um die Gartenlounge gekümmert. Direkt nach dem Studium bekam sie eine feste Stelle und ist darüber bis heute sehr glücklich.
Das Tätigkeitsfeld bei Steinberg.Gärten? Hauptsächlich betreibe ich Akquise und entwerfe Gärten. So stelle ich den ersten Kontakt zum Interessenten her, bin beim ersten Ortstermin, mache Entwürfe und gebe diese dann an meinen Kollegen weiter, der die entsprechende Kalkulation macht. Anschließend stelle ich den Entwurf dem Gartenbesitzer vor. Wenn der Auftrag erteilt ist, übernimmt eins unserer Teams die Umsetzung des Ganzen. Ich finde es dann sehr spannend, den Bauverlauf zu begleiten und während der Bauabwicklung zu schauen, wie sich alles vor Ort entwickelt. [ … ] Während dieser ganzen Zeit, vom Erstkontakt bis zur Fertigstellung, bleibe ich die Ansprechpartnerin für den Kunden. Bei schwierigen technischen Fragen springen meine Kollegen mit ein.
[ … ] Ein paar Mal bin ich während meines Praktikums mit auf die Baustellen gefahren, obwohl meine Arbeit eigentlich im Büro stattfand. Ich wollte gerne die Arbeitsabläufe der Kollegen, die draußen arbeiten, kennenlernen. Das Zusammensein mit den Mitarbeitern war immer sehr, sehr lustig! Ich weiß noch, wie ich einmal mit auf einem Dach war. Die Kollegen haben mich ein bisschen auf den Arm genommen. Auf sie wirkte es fast niedlich, dass ich, als junge und unerfahrene Praktikantin, helfen wollte. Ich habe hin und wieder die Pflanzungen übernommen, das ist ja schon eher Arbeit für „Mädchen“. Wir haben uns wirklich gut verstanden und in den Pausen über dies und das geplaudert. Ich weiß noch, wie einer der Kollegen im Anschluss daran laut über die ganze Baustelle rief: „Christina, willst Du irgendwann mal Kinder bekommen?“ „Wie?!“ dachte, ich, mit meinem Bambus auf dem Arm. „Was denn?“ fragte ich, als der Kollege kritisch guckte. „Dann trag nicht so schwer!“ Diese Erlebnisse werde ich nicht vergessen. [ … ]
Besondere Herausforderungen bei Steinberg.Gärten? [ … ] Als der erste von mir entworfene Garten umgesetzt wurde, war ich ganz stolz! Ja, das war schön! Ich freue mich immer, wenn der Kunde, die Kundin, mit dem Entwurf und mit der Umsetzung glücklich und zufrieden ist.
Zukunftspläne bei und für Steinberg.Gärten? Erstaunlich schnell habe ich mich hier im Unternehmen wohl gefühlt. [ … ] Ich genieße es, mich auf den Prozess des Entwurfes konzentrieren zu können. Diese Arbeit macht mir Spaß und ich hoffe, mich noch zu verbessern. [ … ] Ich stelle mir vor, dass Steinberg.Gärten je länger desto mehr der Name für Privatgärten wird, so ähnlich, wie Steinberg.Gärten bereits für Naturpools steht.
Text: Maria Eilers.
Hannover 2010.
