Was spricht für eine Beisetzung im Friedwald oder Ruheforst?

Für die Angehörigen kommt er meistens im letzten Moment dann doch überraschend: Der Tod von Mutter, Vater, Tante, Freund, oder einem anderen geliebten Menschen. Kaum hat man begriffen, was geschehen ist, da müssen bereits viele Dinge zeitnah geklärt werden. Sehr oft ist das Bestattungsunternehmen auf dieser Wegstrecke sehr hilfreich. Aber etliche Entscheidungen muss dennoch die Familie oder die verantwortliche Person allein fällen. Und zwar fix. Gar nicht so einfach.  

Eine der unausweichlichen Fragen ist, wo die oder der Verstorbene beigesetzt werden soll. Auf einem Friedhof, auf See, im Kolumbarium, im Friedwald oder Ruheforst? Eine damit zusammenhängende Frage ist, ob im Sarg oder in der Urne bestattet werden soll. Im Friedwald, aber auch auf See und im Kolumbarium sind einzig Urnenbestattungen genehmigt.

Und was spricht für den Wald als letzte Ruhestätte? Von vielen Angehörigen höre ich, dass die oder der geliebte Mensch die Natur liebte, und darum dieser Ort passt. Oder die Angehörigen selbst finden im Wald, in der Natur besonders gut Ruhe und Trost. Manchmal sind es auch ganz pragmatische Gründe, die für den Friedwald, den Ruheforst sprechen: Der Friedwald ist er leichter erreichbar als der Friedhof und im Ruheforst fallen keine Aufgaben rund um die Grabpflege an.

Als Trauerrednerin im Raum Hannover, Region Hannover und darüber hinaus sind mir verschiedene Friedwälder und Ruheforste vertraut. Gerade jetzt im späten Frühling liebe ich das Vogelgezwitscher, das Summen der (Wild-) Bienen und das sanfte Rauschen der Bäume, die die Trauerzeremonie in liebenswerter Weise begleiten.

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