Graphische Kunst: Christophe Carbenay

Unter dem Titel „Sammler, Erforscher und Welten-Erklärer“ schrieb Maria Eilers eine Mischung aus Kurzbiographie und Positionsbeschreibung des Zeichners und Druckgraphikers Christophe Carbenay für das Magazin „Graphische Kunst“. Zu Beginn geht es um die kindliche Sammelleidenschaft des Künstlers:

„Mit einem Schmunzeln erzählt Christophe Carbenay, wie er als Neunjähriger immer und immer wieder aus der Bibliothek das Buch Maler der Marne auslieh – und eines Tages von der Bibliothekarin darauf angesprochen wurde, dass merkwürdigerweise im Laufe der Zeit immer mehr, damals noch eingeklebte, Bilder aus diesem Buch fehlten…

Vielleicht waren in Carbenays erster, noch kindlicher „Kunst-Sammlung“ Bilder von Monet und Sisley, die der Junge im Louvre und anderen Museen mit seinem Großvater, einem leidenschaftlichen Sammler von Briefmarken, Eintrittskarten und Einschreibebriefen, hin und wieder sonntags betrachtete und – in kindlichem Gestus – zu „erforschen“ bemüht war?

Während der Großvater maßgeblich den jungen Christophe Carbenay ermunterte, sich die Welt sehr unaufgeregt, unerschrocken und unvoreingenommen zu erschließen, zu betrachten, Fragen zu stellen, auszuprobieren, zu sammeln, zu sortieren, ließ die Mutter viel Raum zum Ausprobieren von Handwerklichem und Kreativem – wenngleich ihr das Friedliche des Großvaters fehlte.

Und so lag es nahe, dass sich, nach so manchen Abzweigungen und Irrungen, der etwas ältere Carbenay während seiner Kunststudien in Hannover und Braunschweig wieder seiner früheren Forscher- und Sammlerleidenschaft erinnerte.“

Mehr über Christophe Carbenay www.carbenay.de