Weihnachten – eine Liebesgeschichte

Viele Menschen verbinden mit Weihnachten besondere Geschichten, die sie erlebt haben und nie vergessen werden. Viele Frauen und Männer, deren Lebenserinnerungen ich zu Papier bringe, erzählen mir von Kriegsweihnachten und Nachkriegsweihnachten, in denen eine einzelne Kerze, eine Orange, ein neues Puppenkleid, das Lebkuchenherz oder der reparierte Holzroller ein Strahlen ins Gesicht gezaubert haben…

Jahrzehnte später: Ein junges Paar, dessen Hochzeitsrede ich in Hamburg halten soll, erzählt von dem unvergesslichen Hochzeitsantrag – noch vor Coronazeiten! Der zukünftige Bräutigam hatte sich fest vorgenommen, seiner Liebsten am 24. Dezember gleich morgens den lang ersehnten Hochzeitsantrag zu machen. Alles ist vorbereitet. Der Antragsring ist ausgewählt und besorgt, der Champagner steht gekühlt bereit. Am 23. Dezember der vergnügte und immer alkoholischer werdende Besuch des Altonaer Weihnachtsmarktes mit Freundinnen und Freunden. Spätabends zu Hause noch ein Absacker. Dann ins Bett. Im Erwachen böseste Übelkeit. Umschichtiger Besuch der Toilette. Der zerknitterte Bräutigam ist für einen Moment unsicher. Soll er trotzdem … ? Ja! So ein Vorhaben lässt sich nicht nur wegen eines Brummschädels verschieben. Aufgeregt, verliebt, gerührt und begleitet von zarten, etwas verwirrten Worten der Liebe kniet er vor ihr nieder. Für einen Moment ist alles Leiden dieser Welt vergessen. Liebkosungen, Tränen, Küsse und Versprechen. Es wird – mit Kamillentee! - auf die gemeinsame Zukunft angestoßen.

 

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